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       pan03Panaorama Gesamtchor

 

Liebe BDB-Verbands- und Vereinsverantwortliche,

am 28. Oktober haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten aller Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin neue Maßnahmen im Kampf gegen die Covid-19 Pandemie beschlossen. Das Landeskabinett hat am 29. Oktober die getroffenen Beschlüsse bestätigt und die hierfür erforderliche Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen beauftragt.

Laut Mitteilung an den BDB werden ab Montag, 02.11.2020 folgende Verordnungen in Kraft treten!

Kultur

  • Im Bereich der Amateurmusik (Musikvereine, Chöre u.a.), des Amateurtheaters, des Volkstanzes und aller anderen Bereiche der Breitenkultur gilt ein generelles Veranstaltungs- und Probenverbot.
  • Um die Kontaktmöglichkeiten zu reduzieren und damit die dramatische Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, dürfen bis 30. November Kultur­veranstaltungen nicht mehr stattfinden.
  • Instrumentalunterricht soll weiterhin ermöglicht werden; für den Musikunterricht durch  Vereine gelten die Regeln des Kultusministeriums BW für den Musikschulbereich. Sobald diese vorliegen, wird der BDB alle Vereine informieren.

Gestatten Sie mir noch einige persönliche Worte:

Es ist uns allen bewusst, dass sehr viele Vereine sowohl finanziell als auch institutionell vor existenziellen Herausforderungen stehen. Einerseits brechen alle Einnahmen und Ziele weg, andererseits bleiben viele Ausgaben und Fixkosten bestehen. Mir ist bewusst, dass die nun getroffenen Maßnahmen alle Musikvereine in unserem Land aber auch alle anderen Vereine im kulturellen und im sportlichen Bereich hart treffen.

Neben den bereits in Berlin diskutierten finanziellen Hilfen für viele Branchen habe ich mich gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesmusikverbands, Christoph Palm,  bereits am gestrigen Abend sowohl in Berlin als auch in Stuttgart für die Vereine eingesetzt und auf die Notwendigkeit von finanzieller Unterstützung für die Vereine hingewiesen. Ich hoffe, dass die Weichen für die Bereitstellung von Mittel gestellt werden.

Mir ist sehr wohl bewusst, dass die jetzigen Maßnahmen viele Vereine aber auch viele Betriebe treffen, die in den vergangenen Monaten vorbildliche Hygienekonzepte eingeführt und umgesetzt haben - z.T. auch enorme Kosten hierfür auf sich genommen haben.

Aus diesem Grund halten wir es für wichtig - auch für die vielfältige Jugendarbeit in unseren Vereinen -, dass die öffentliche Hand hier einen Ausgleich schafft.

Sobald uns aus Stuttgart oder Berlin neue Informationen im Hinblick auf die Vereinsunterstützungen vorliegen, werden wir uns wieder bei Ihnen melden.

Für die kommende Zeit bitte ich Sie um Unterstützung und Mithilfe dafür, dass wir die nun anstehenden Herausforderungen gemeinsam bestehen können. 

Seitens der Akademie werden wir unsere Online-Angebote in dieser Phase aufstocken, um wenigstens in diesem Bereich gemeinsame Aktionen zu ermöglichen.

Wir wissen sehr wohl, dass die Folgen der Rücksichtslosigkeit einiger Weniger in dieser Gesellschaft, nun diejenigen trifft, die bisher das Maximum an Infektionsschutz betrieben haben - in jeder Jugendkapelle, in jedem Orchester. Aber die jetzige Situation mit erschreckenden Zahlen, die die Kliniken melden, fordern auch von uns einen Beitrag in dieser Pandemie-Situation.

Trotz der nun verkündeten Einschränkungen werden wir die aktuellen Forschungen über die Infektionsrisiken an unserer Akademie fortführen. Dies mit dem Ziel, dass wir nach den vier Wochen mit fundierten und noch klareren Grundlagen eine schnellstmögliche Rückkehr in einen geordneten Proben- und Veranstaltungsbetrieb mit neuesten Erkenntnissen der Musikmedizin ermöglichen können.

Bleiben Sie gesund!

Musikalische Grüße an alle Musikerinnen und Musiker

Ihr Dr. Patrick Rapp MdL

BDB-Präsident