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       pan03Panaorama Gesamtchor

 

Der vom 27.-29.11.2009 vom DATURA-Posaunenquartett durchgeführte Workshop wurde für alle Teilnehmer zu einem zweifellos unvergessenen Ereignis. Dabei wurde der OBV in seiner Entscheidung bestätigt, den Workshop trotz der geringen Teilnehmerzahl von 11 Personen durchzuführen. Letzteres erwies sich für Teilnehmer wie für Dozenten zu einem unschätzbaren Vorteil. Nach täglichen gemeinsamen Warm-Ups konnte in Gruppenstärken von 3-4 Teilnehmern das Posaunenspiel zusammen mit den Mitgliedern der Quartetts von allen Seiten beleuchtet werden. Die Dozenten standen zudem Rede und Antwort - egal wie simpel oder tiefgreifend die Anforderungen der Teilnehmer waren.
Dabei zeigten sich Oliver Siefert, Stephan Geiger, Uwe Schrodi und Markus Blecher von einer in dieser Form sicher nicht erwarteten "menschlichen" und sehr persönlichen Seite. Besonders beeindruckend war, welchen Stellenwert die 4 Profis den elementaren Grundlagen des Posaunenspiels beimaßen, angefangen von der Atmung bis hin zum täglichen Trainingsaufwand. Dabei wurde jedem deutlich: Man kann auch nach mehr als 20 Profijahren nicht "klein genug" anfangen und muss sich jeden Tag aufs Neue auf seine musikalischen Wurzeln besinnen. Grundsätze wie "Wer hoch hinaus will (gemeint ist die Tonhöhe) darf die Tiefe nicht vernachlässigen" oder "lieber 3x 30 Minuten als 1x 90 Minuten in der Woche üben" wurden wieder ins Gedächtnis gerufen und ihre besondere Bedeutung unterstrichen. Absoluter Höhepunkt war natürlich der gemeinsame Auftritt des Workshop-Ensembles am Jahreskonzert des SBO. Auch den "Daturas" war die besondere Spielfreude anzumerken, die dieses Ereignis bei allen Aktiven hervorrief. Hinzu kam für uns Laien natürlich dieses unbeschreibliche Gefühl, einmal in seinem Leben Ruhm und Anerkennung mit einem seiner Vorbilder teilen zu dürfen. Für viele der Teilnehmer ging dabei vielleicht sogar ein kleiner Traum in Erfüllung.

Jörg Barnieske