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Euphonium-Workshop mit Ernst Hutter

am 15./16.09.2007

Vom Swing zur Polka

Erfolgreicher Euphonium Workshop bei TonArt in Waldkirch mit dem Chef der Egerländer Musikanten.

Lag es an den Workshopinhalten oder am Namen Ernst Hutter, dass der Workshop des Oberbadischen Blasmusikverbandes am 15. und 16. September voll belegt war? Sicher kamen viele um den Chef der Egerländer Musikanten persönlich kennen zu lernen. Aber weit gefehlt, wenn man annahm, es würde sich alles um Egerländer-Musik und Polka drehen, schließlich spielt Ernst Hutter in der SWR-Bigband auch die Leadposaune und zählt zu den vielseitigsten Musikern der deutschen Blechbläserszene.
Bereits nach der musikalischen Einleitung durch ihn, er trug eine Jazz-Ballade vor, war klar, dass man sich auf einem "normalen" Instrumentalworkshop befand. Die 16 Teilnehmer wurden an beiden Tagen über Körpertechniken, Ansatztechnik, Methodik, Instrumentalkunde, Literatur und Kammermusik informiert. Der Dozent verstand es, alle Themenbereiche abzudecken und auch auf die Fragen der Teilnehmer einzugehen. Selbstverständlich bekam man auch das ein oder andere über die Egerländer Musik und Ernst Mosch zu hören, aber immer im Zusammenhang mit der behandelten Thematik.
Interessant für viele, das Ernst Mosch einst Jazz-Posaunist war und, so Ernst Hutter, im Geiste sicher ein Bruder von James Brown. Zu Tage kam dies, nachdem man beim Spielen von einem Swingstück zur Polka wechselte und diese im Swingrhythmus spielen musste, erst dann klang die Polka nach Egerländer-Polka. Alles in allem ein hervorragender Instrumentalworkshop mit einem sympathischen und offenen Dozenten, der durch sein fachliches Wissen und seine freundliche Art überzeugen konnte. Die Kooperation zwischen Verband und Musikgeschäft zur Durchführung dieses Workshops hat sich bewährt.
Hervorzuheben ist auch, dass Herr Hutter auf die Öffentlichkeitsarbeit zur Blasmusik einging, mancherorts Schubladendenken bemängelte und hervorhob, dass es wichtig ist, Öffentlichkeitsarbeit für die Blasmusik zu betreiben. Für ihn gibt es keine gute oder schlechte Blasmusikrichtung, sondern nur gut oder schlecht vorgetragene "Bläsermusik".
Zum Schluss des Workshops bedankte sich Herr Bierer vom Oberbadischen Blasmusikverband bei Herrn Pollozek von der Firma Stölzel für die Instrumentenausstellung, beim Sponsor Melton, bei der Firma TonArt und natürlich bei Ernst Hutter, sie alle hatten zu diesem hervorragenden Workshop beigetragen.

Dietmar Bierer